zum Artikel im KstA vom 20. Oktober 2011 „Wegen Schliessung plötzlich getrennt“
Wir möchten den Behörden der Stadt Köln mal unterstellen, dass sie wirklich bemüht sind, eine schnelle Lösung für die Wiederzusammenführung der Kindergruppen aus der KiTa Drachenfelsstrasse herbeizuführen.
Wir sind allerdings sicher, dass diese an sich positive Absicht letztendlich dann doch zu lange dauert.
Tatsache ist, dass die Kinder mit Behinderung komplett aus ihren bisherigen Gruppen ausgeschlossen wurden, während die Kinder ohne Behinderung als komplette Gruppen
in Kindergärten in der näheren Umgebung verbleiben durften. Man könnte hier von Diskriminierung sprechen.
Es sind alle Faktoren einer Inklusion nicht mehr gegeben. Die jetzige Lösung ist ein sehr oberflächlicher Schnellschuss, den man nicht hinnehmen kann. Dies war ein unüberlegter Alleingang der zuständigen Behörde der Stadt Köln.
Die Eingliederung von Kindern mit Behinderung in eine Gruppe von Kindern ohne Behinderung ist nicht eine Form von grosszügiger Höflichkeit und Duldung, sondern eine echte therapeutische Massnahme für alle Kinder, ob behindert oder nicht.
Die Kinder mit Behinderung sind allerdings sehr auf diesen Umgang angewiesen.
Den Verantwortlichen sollte man nicht erklären müssen, dass hier wesentliche Fortschritte in der Entwicklung der jeweiligen Kinder erzielt werden. Man muss darauf drängen, dass dieser Zustand der plötzlichen Trennung sofort aufgehoben wird. Dabei ist an die Kinder zu denken, aber auch an die betroffenen Eltern. Diese sind ständig bemüht, therapeutische Massnahmen konsequent einzuhalten um Fortschritte bei der Entwicklung ihrer Kinder zu erzielen.
Der jetzige Zustand könnte nicht nur therapeutische Fortschritte hemmen, sondern sogar Rückschritte herbeiführen. Die Zeit drängt. Jeder Tag mit den jetzigen Umständen ist ein verlorener Tag auf Kosten der betroffenen Kinder und Eltern.
Das Zauberwort heisst INKLUSION, liebe Verantwortliche.
Walli und Günter Weber
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